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Und hier zwei weitere sehr seltene Ganzsachen, die ohne Zweifel positive Bemerkungen der Juroren verursachen werden! Die erste ist postfrisch und den PhilaGambrinus-Lesern schon bekannt (siehe hier). Diese Ganzsache aus dem australischen Staat Viktoria ist laut Aussagen von Ganzsachenspezialisten die Kurioseste weltweit! In der Tat ist es das erste und auch das letzte Mal, dass die Postadministration das Bedrucken halber Briefmarken auf private Anzeigenpapiere durch eine Lizenz genehmigt hat. Leider wurde diese Lizenz am 23. März 1893 schon vor dem Verkauf der Ganzsache durch den Postminister als ungültig betrachtet! Die Exemplare, die schon gedruckt waren, mussten verschrottet werden. Nur ca. 100 Exemplare von 15.000 (davon 10.000 zum lokalen Tarif von einem Penny und 5.000 zum Inlandstarif von zwei Penny) haben diese Verschrottungsaktion überlebt. Das ist der Grund dafür, dass die Ganzsache und das dazu passende Anzeigenheftchen von 32 Seiten, 13 Zwischenblättern und über 60 Anzeigen heute so selten ist. Aufgrund der Verschrottung vor dem Verkauf ist es theoretisch unmöglich, diese Ganzsache gestempelt zu finden. Die Post hatte die Anweisung, diese Ganzsache nicht zuzustellen, auch wenn sie in einen Briefkasten geworfen worden wäre. Sie wurde an den Versender zurückgeschickt. Als gestempelt und tatsächlich gereist sind auf dem philatelistischen Markt bis jetzt nur drei 1-Penny und eine 2-Penny Ganzsache bekannt. Eine davon befindet sich jetzt in einer Biersammlung!
Ganzsache zu einem Penny aus dem Staat Viktoria mit Zusatzfrankierung über einen Penny für das Inlandsporto von Ballarat nach Melbourne; Stempel vom 17. Juli 1896, Ankunftsstempel aus Melbourne vom 18. Juli 1896 auf der Rückseite; Werbung für das Bitter Ale Tulloch, nur aus Hopfen und Malz.
Die zweite Ganzsache ist theoretisch deutlich gewöhnlicher, denn diese wurde offiziell von der Post an Privatkunden Anfang dieses Jahrhunderts verkauft. Trotzdem hat diese Ganzsache heute einen Katalogwert in der Fachliteratur von über 3.000 EUR!
Anzeigenkartenbrief, der von der französischen Firma
„Postacinq“ dank der Werbung auf Rück- und Innenseiten zum reduzierten Preis
von 5 Francs (anstatt 10 Francs) verkauft
werden konnte; Zugstempel der Verbindung Gournay-Paris von März 1909.
Verteilung von Bier (approvisionnement en bière); ein Bayer trägt ein Fass, ein
weiterer trägt vier Krüge auf einem Tablett.
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